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Finanzielle Änderungen in 2023

2023 wird für die Finanzwelt ein Jahr voller Veränderungen sein. Mit dem Regierungswechsel von CDU zur Ampelkoalition (SPD, FDP, Grüne) im vergangenen Jahr hat die Finanzwelt bereits einige Änderungen erlebt.

 

Jetzt gibt es einige wichtige finanzielle Veränderungen, die die Deutschen im Jahr 2023 betreffen werden:

 

Eine der wichtigsten Veränderungen ist die Inflation, die von der Bundesregierung auf 7% prognostiziert wird. Dies bedeutet, dass das Geld der Deutschen an Kaufkraft verliert.

 

Eine weitere wichtige Veränderung betrifft das Immobilien-Erben, das teurer wird und Eltern mehr Kindergeld erhalten. Es kommen auch neue Euro-Münzen in Umlauf. Eine bedeutende Veränderung ist die Abschaffung des Hartz IV-Systems, das durch das Bürgergeld ersetzt wird.

 

Eine weitere wichtige Veränderung betrifft die Homeoffice-Pauschale, die ab 2023 auf 210 Tage erhöht wird, anstatt 120 Tage. Viele weitere Veränderungen erfahren Sie in diesem Beitrag...

Inflation
Die Bundesregierung prognostiziert eine Inflation von 7% für dieses Jahr. Dies bedeutet, dass die Menschen an Kaufkraft verlieren und um dies auszugleichen, müssen Angestellte ein höheres Gehalt verlangen.
 

Mehr Kindergeld
Eine weitere Änderung, die durch die Ampelkoalition und die Inflation beeinflusst wird, ist die Erhöhung des Kindergelds. Ab 2023 werden Eltern mehr Kindergeld erhalten, um die steigenden Kosten für ihre Kinder aufzufangen. Dies ist eine willkommene Nachricht für viele Familien, die mit steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben.
 
Sparerpauschbetrag
Kapitaleinkünfte wie Dividenden oder Ausschüttungen, die auf Sparguthaben oder Aktienanlagen erzielt werden, sind von der Inflation betroffen. Um die Verluste durch die Inflation auszugleichen, wird der Sparerpauschbetrag erhöht. Dies bedeutet, dass Sparer mehr Kapitaleinkünfte steuerfrei auf ihre Sparguthaben oder Aktienanlagen erhalten können.
 
Umfangreichere Homeoffice-Pauschale
Ab 2023 können Sie 210 Tage statt 120 Tage steuerlich absetzen, wenn Sie von zu Hause aus arbeiten. Das bedeutet eine steuerfreie Summe von 1260€ statt wie bislang 600€. Die Homeoffice-Pauschale zählt zu den Werbungskosten und greift, sobald Sie die Werbungskostenpauschale in Höhe von 1230€ ausgeschöpft haben. Sie haben also einen Steuervorteil, wenn sich Ihre Werbungskosten gemeinsam mit Home-Office Pauschale auf mehr als 1230€ addieren. Zusätzlich gilt die Pauschale nun auch, wenn Sie kein extra Arbeitszimmer haben. Es zählt also auch als Home-Office, wenn Sie im Schlafzimmer oder der Küche arbeiten, vorher war das nicht so.


 
Gas wird günstiger
Auf Gas fällt ab Oktober 2022 bis März 2024 nur noch 7% Mehrwertsteuer an, im Vergleich zu den 19% zuvor. Dies kann zu einer Entlastung von etwa 300€ für eine Familie mit einem Verbrauch von 20.000 kWh und 80€ für einen Single-Haushalt mit einem Verbrauch von 5.000 kWh führen. Diese Senkung kann auch die Produktionskosten von Unternehmen senken und somit auch die Verbraucher profitieren lassen.


 
Krankenversicherung wird teurer
Der Beitrag, den Sie für die gesetzliche Krankenversicherung zahlen müssen, beträgt 14,6%. Der Zusatzbeitrag, der von Krankenkasse zu Krankenkasse variiert und sich an einem vom Gesetzgeber festgelegten Richtwert orientiert, wird im Jahr 2023 von 1,3% auf 1,6% erhöht. Dies bedeutet, dass viele Krankenkassen ihre Zusatzbeiträge erhöhen werden. Im Dezember 2022 werden die Krankenkassen ihre Beiträge für das nächste Jahr bekannt geben. Es lohnt sich also, sich frühzeitig über die Beiträge zu informieren und gegebenenfalls den Versicherungsvertrag zu wechseln.
 
 
Wohngeldverdopplung
Das Wohngeld, ein Zuschuss für Menschen mit niedrigem Einkommen, der zur Unterstützung der Wohnkosten verwendet wird, wird im nächsten Jahr verdoppelt und beträgt 370€ pro Monat. Dies bedeutet eine Erhöhung von 185€ im Vergleich zu den aktuellen Wohngeldbeträgen. Darüber hinaus steht das Wohngeld nun viel mehr Haushalten zu, da die Anforderungen an die Wohngeldberechtigung aufgeweicht wurden. Dadurch sind nun 2 Millionen Menschen wohngeldberechtigt, im Vergleich zu den aktuell 650.000. Die Anträge auf Wohngeld können über die örtlichen Wohngeldbehörden gestellt werden. Mit Hilfe des Wohngeldrechners kann jeder prüfen, ob er für Wohngeld infrage kommt. Zusätzlich gibt es für Wohngeldberechtigte mehr Geld für Heizung und Warmwasser. Insgesamt kann man bis zu 2€ pro Quadratmeter Wohnfläche beantragen.


Das Bürgergeld ist da
Eine weitere wichtige Änderung betrifft das Hartz IV-System, das seit 17 Jahren besteht und durch das Bürgergeld ersetzt wird. Der Fokus des Bürgergeldes liegt auf der Förderung von Ausbildung und Umschulung, anstatt darauf, Menschen möglichst schnell in die Arbeitswelt zu stecken. Berechtigte erhalten nun 502€ für einen alleinstehenden Erwachsenen, im Vergleich zu den aktuellen 449€. Zusätzlich steht den Menschen ein höheres Vermögen zu, das im ersten Jahr nicht angetastet werden muss. 40.000€ darf eine Person auf der hohen Kante haben, plus 15.000€ für jede weitere Person in der Bedarfsgemeinschaft, also etwa Kinder oder Ehepartner. Wer einen Termin bei einer Behörde verpasst, darf auch mit niedrigeren Sanktionen rechnen. Um maximal 30% darf den Bedürftigen das Geld gekürzt werden.


Förderung von Solaranlagen
Mit dem Jahressteuergesetz wird die bisher komplizierte Versteuerung von Photovoltaikanlagen deutlich vereinfacht. Rückwirkend zum 01.01.2022 sind kleine PV-Anlagen frei von Einkommenssteuer. Bis 30 kW musst du also keine Steuern auf deine Erträge zahlen. Zusätzlich sind Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen nun von der Umsatzsteuer befreit.


Gesetzliche Rente
Künftig wird die Rente erst bei der Auszahlung im Ruhestand besteuert. Deshalb können Steuerzahler ihre Rentenbeiträge ab dem 1. Januar 2023 voll von der Steuer absetzen. Die neue Regelung gilt für die gesetzliche Rentenversicherung, die landwirtschaftliche Alterskasse, die berufsständische Versorgungseinrichtungen und Rürup Renten. Allein im nächsten Jahr werden Beschäftigte dadurch um rund 3,2 Mrd. € entlastet.

Insgesamt kann man sagen, dass 2023 aus finanzieller Sicht viele Änderungen bringen wird. Es gibt sowohl positive Entwicklungen, wie die Erhöhung des Wohngeldes und die stärkere Förderung von Solaranlagen, als auch negative Auswirkungen, wie die Inflation und die Erhöhung der Kosten für die Krankenversicherung.

 


Neuer Grundfeibetrag
Eine gute Nachricht für die Bürger ist, dass der Grundfreibetrag im kommenden Jahr von 10.348€ auf 10.908€ steigen wird. Das bedeutet, dass man erst ab einem höheren Einkommen mehr Steuern zahlen muss. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um ein Geschenk des Staats, da das Geld aufgrund der Inflation weniger Kaufkraft hat.
Um einen besseren Einblick in die Veränderungen der Steuern im kommenden Jahr zu geben, haben wir ein Beispiel berechnet. Wir haben die Steuerabgaben für eine alleinstehende Person mit drei verschiedenen Gehältern berechnet. Als Alleinstehender befindet sich die Person in der Steuerklasse I. Diese Person zahlt im Jahr 2022 bei einem Gehalt von 2.000€ 145,50€ Steuern (7,3%), bei einem Gehalt von 3.000€ 371,16€ Steuern (12,4%) und bei einem Gehalt von 4.000€ 630,25€ Steuern (15,8%).
 
Im Jahr 2023 würde die gleiche Person bei einem Gehalt von 2.000€ 125,41€ Steuern (6,3%) zahlen, bei einem Gehalt von 3.000€ 341,75€ Steuern (11,4%) und bei einem Gehalt von 4.000€ 588,41€ Steuern (14,7%). Es ist zu erwarten, dass man also mit einem höheren Einkommen im kommenden Jahr weniger Steuern zahlen wird. Dies ist jedoch aufgrund der Inflation nicht unbedingt ein Vorteil, da das Geld weniger Kaufkraft hat. Es gibt auch andere Faktoren wie die Sozialabgaben, die nicht an die Inflation angeglichen werden, aber trotzdem erhöhen. Es ist wichtig, sich auf die kommenden Veränderungen im Finanzsektor vorzubereiten und sich über die Auswirkungen auf die eigene Finanzsituation im Klaren zu sein.

 

 


Es ist nun wichtig, sich mit den Änderungen auseinandersetzen und sich auf die Auswirkungen auf die eigene Finanzsituation vorzubereiten. Sprechen Sie dringend mit Ihrem Finanzberater oder kommen Sie gerne auf mich zu.
 
 

 

 

 

 

 

 

 

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